Starke Entwicklung des Tourismus stärkt Albaniens Wirtschaft

Der internationale Tourismus leistet einen immer größeren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Albaniens. Laut Angaben der Zentralbank erreichten die Nettoeinnahmen aus dem Auslandstourismus in den ersten neun Monaten des Jahres rund 4,4 Milliarden Euro, verglichen mit 3,9 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit verzeichnete der Sektor ein Wachstum von 14,5 Prozent.

Besonders dynamisch entwickelte sich das dritte Quartal, in dem ausländische Besucher Einnahmen von 2,3 Milliarden Euro erzielten – ein Zuwachs von über 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben albanischer Bürgerinnen und Bürger im Ausland auf 2,3 Milliarden Euro, was einem Plus von 10,2 Prozent entspricht.

Auch bei den Besucherzahlen setzt sich der Aufwärtstrend fort: Von Januar bis September wurden 11,1 Millionen internationale Gäste registriert, was einem Anstieg von 6,7 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Im gesamten Jahr 2024 erhöhte sich die Zahl der ausländischen Ankünfte um 15 Prozent auf 11,7 Millionen.

Diese positive Entwicklung bestätigt die zunehmende Rolle Albaniens als beliebtes Reiseziel in Südosteuropa. Der Tourismus trägt maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Förderung regionaler Entwicklung bei und entfaltet zugleich positive Effekte auf Bereiche wie Infrastruktur, Dienstleistungen und Investitionen.

Die Lahuta: Ein albanisches Musikinstrument unter dem Schutz der UNESCO

Die Kunst des Spielens, Singens und der Herstellung der Lahuta wurde in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes mit dringendem Schutzbedarf aufgenommen. Sie gehört zu den wertvollsten Ausdrucksformen der albanischen kulturellen Identität und wird seit Generationen lebendig weitergegeben.

Besonders in den nördlichen Regionen des albanischen Kulturraums, darunter Malësia e Madhe, Dukagjin, Rugova, Drenica sowie Plav und Gusinje, ist die Lahuta eng mit dem Epos der Kreshnikë und traditionellen Balladen verbunden. In den Händen der Lahutaspieler werden Werte wie Mut, Ehre, Zusammenhalt, Besà und Gastfreundschaft vermittelt.

Die Anerkennung durch die UNESCO ist das Ergebnis jahrelanger Forschung und enger Zusammenarbeit mit den Trägergemeinschaften.
Albanien setzt sich weiterhin dafür ein, dieses einzigartige Kulturerbe zu bewahren, zu stärken und an kommende Generationen weiterzugeben, auch im Geist der Zusammenarbeit mit Kosovo.

Feier des albanischen Unabhängigkeits- und Befreiungstages in Düsseldorf

Am 28. und 29. November feierten die Albanischschulen in Düsseldorf mit großer Begeisterung den albanischen Unabhängigkeitstag. Die Schüler*innen, mit traditionellen Trachten, einem strahlenden Lächeln und voller Stolz, traten mutig vor Publikum, Eltern und Gäste. Mit dem Gesang der Nationalhymne begann ein Programm, das alle Herzen berührte: Gedichte, Lieder, Tänze und patriotische Beiträge sorgten für Gänsehaut und riefen Erinnerungen an die Heimat wach.

Die Eltern waren sichtlich bewegt und stolz darauf, wie stark ihre Kinder mit den albanischen Werten und der Sprache verbunden bleiben. Alle Anwesenden empfanden Freude darüber, dass die nächste Generation unsere Kultur so lebendig weiterträgt.

Ein besonderer Höhepunkt war die Anwesenheit des Honorarkonsuls der Republik Albanien, Prof. Dr. Thomas Druyen, der mit einer warmherzigen und eindrucksvollen Rede die Feier bereicherte. Er zeigte sich offen gerührt und voller Euphorie, so viel positive Energie, Talent und Zusammenhalt in der diaspora albanischen Jugend zu spüren.

Er betonte, wie wichtig es sei, unsere Muttersprache, Tradition und Identität zu bewahren, egal, wo wir leben. Zudem stellte er sich als verlässliche Anlaufstelle für alle Albanerinnen und Albaner in Nordrhein-Westfalen vor. Gemeinsam mit Alba Tahiri, seiner albanischstämmigen und in Deutschland ausgebildeten Mitarbeiterin, möchte er die Gemeinschaft stärken und überall dort Unterstützung bieten, wo sie gebraucht wird.

Die Feier endete mit großem Applaus, einem starken Gefühl der Verbundenheit und der Botschaft, dass wir, egal wie weit entfernt, immer durch unsere Sprache, Kultur und Herkunft vereint bleiben.

Nur gemeinsam gehen wir weiter nach vorne, mit Stolz, Herz und unserer schönen albanischen Sprache! 🇦🇱

Grußwort zum albanischen Unabhängigkeitstag

Anlässlich des albanischen Unabhängigkeitstages richtet Prof. Dr. Thomas Druyen, Honorarkonsul der Republik Albanien in Deutschland, seine herzlichsten Glückwünsche an alle Albanerinnen und Albaner weltweit.

Der 28. November erinnert an einen historischen Moment von Mut, Entschlossenheit und nationalem Zusammenhalt. Der Tag, an dem die albanische Unabhängigkeit erklärt wurde, markiert den Beginn eines neuen Kapitels in der Geschichte des Landes und steht bis heute für Freiheitsliebe, kulturelle Stärke und den tiefen Stolz des albanischen Volkes.

Der Honorarkonsul betrachtet die albanische Gemeinschaft nicht nur als Trägerin eines reichen kulturellen Erbes, sondern auch als eine Kraft mit großem Potenzial für die kommenden Jahrzehnte. Ihr starkes Engagement, ihre wachsende Zahl junger Fachkräfte sowie ihr unternehmerischer und kreativer Geist machen sie zu einem wichtigen Impulsgeber für positive Entwicklungen, sowohl in Albanien als auch innerhalb der Diaspora.

Mit seinem Grußwort verbindet der Honorarkonsul die besten Wünsche für Frieden, Wohlstand und eine hoffnungsvolle Zukunft für Albanien sowie für alle Albanerinnen und Albaner, unabhängig davon, wo sie heute leben. Dieser besondere Tag möge ein Anlass sein, Stolz auf die eigenen Wurzeln zu empfinden und die kulturelle Identität weiterzugeben.

BBC veröffentlicht inspirierenden Beitrag über die Großmütter, die die albanische Küche bewahrt haben

Die BBC hat kürzlich einen beeindruckenden Beitrag über die bedeutende Rolle albanischer Großmütter bei der Bewahrung der traditionellen Küche veröffentlicht. Jahrzehntelang waren viele authentische Rezepte durch Isolation, Migration und gesellschaftliche Veränderungen vom Verschwinden bedroht. Doch einige außergewöhnliche Frauen haben dieses kulinarische Erbe mit großer Leidenschaft und Hingabe lebendig gehalten.

Mit jahrzehntelangem Wissen, handwerklichem Können und einer tiefen Liebe zur Tradition haben sie ikonische Gerichte wie Pita, Japrak oder verschiedene Festtagsgerichte neu belebt und an jüngere Generationen weitergegeben. Dank ihres Engagements erlebt die albanische Küche heute eine bemerkenswerte Renaissance und gewinnt international immer mehr Aufmerksamkeit.

„Thanks to grannies, Albanian cuisine is finally being reborn.“ – BBC

Quelle: https://www.bbc.co.uk/travel/article/20250305-the-grannies-who-saved-albanian-cuisine

 

 

🇦🇱 Albanien richtet den Gipfel „Our Pathway to the EU“ aus

Albanien ist erneut Gastgeber eines wichtigen regionalen und internationalen Treffens: dem Gipfel zum Wachstumsplan für den Westbalkan, an dem die Regierungschefs der Region sowie EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos und Vertreter der Europäischen Kommission teilnehmen.

Der Gipfel konzentriert sich auf den Wachstumsplan, die wirtschaftliche Integration und die Vorbereitung der Westbalkanstaaten auf den EU-Binnenmarkt. Ziel ist es, Innovation, Unternehmertum und technologische Entwicklung zu fördern und neue Möglichkeiten für nachhaltiges Wachstum zu schaffen.

Ministerpräsident Edi Rama empfängt die regionalen Delegationen im Palast der Brigaden in Tirana. Auf zwei Panels werden neue Initiativen für Bürger und Unternehmen sowie Fortschritte gemeinsamer Verpflichtungen diskutiert. Dabei wird auch die Western Balkans Roadmap vorgestellt.

Zum Auftakt halten Edi Rama und Marta Kos Eröffnungsreden, gefolgt von einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Die Westbalkanregion verfügt über bedeutendes Potenzial, und ihre stärkere Anbindung an den EU-Binnenmarkt gilt als entscheidend für langfristige Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit.

🌍 „Diaspora Flet“ 2025 in Köln: Austausch, Zusammenarbeit und neue Perspektiven

Die diesjährige Ausgabe der Diaspora Flet Konferenz fand in Köln statt und markierte einen wichtigen Meilenstein: Die Veranstaltung entwickelte
sich von einer nationalen und regionalen Plattform zu einem internationalen und interkulturellen Austauschforum.

Neben Vertreterinnen und Vertretern der albanischen Diaspora nahmen Organisationen und Partnerinstitutionen aus verschiedenen Ländern teil, darunter Ukraine, Nepal, Ecuador, Ghana und Äthiopien. Gemeinsam wurden Erfahrungen geteilt und diskutiert, wie Diaspora-Netzwerke zur Förderung von Integration, Innovation und nachhaltiger Entwicklung beitragen können.

Durch inspirierende Podiumsdiskussionen, neue Partnerschaften und konkrete Empfehlungen entstanden wertvolle Impulse für zukünftige Zusammenarbeit.

Auch die albanische Botschafterin in Deutschland, A. Sakiqi sowie Vertreter*innen des Honorarkonsuls waren anwesend und unterstrichen die Bedeutung des Engagements der albanischen Diaspora sowie die Unterstützung durch staatliche Institutionen.  Als größtes Forum der albanischsprachigen Diaspora bietet die Konferenz eine lebendige Plattform für Networking, Co-Creation und nachhaltige Entwicklung.

Albanien eröffnet letztes EU-Verhandlungspaket – wichtiger Schritt Richtung Beitritt

Albanien hat am Montag in Brüssel sein letztes Themenpaket in den EU-Beitrittsverhandlungen geöffnet. Das siebte EU-Albanien-Regierungstreffen markierte den Start der Gespräche über Landwirtschaft, Fischerei, Lebensmittelsicherheit und Kohäsionspolitik – und damit den Abschluss aller Cluster in nur einem Jahr.

Premierminister Edi Rama zeigte sich stolz über das Tempo, mit dem sein Land vorankommt. Seine Ankündigung, Albanien könne bis 2030 EU-Mitglied werden, galt zunächst als überoptimistisch. Doch aktuelle EU-Fortschrittsberichte sehen das Land inzwischen als einen der führenden Kandidaten. Rama sprach von einem „Rekord“, den sein Verhandlungsteam möglich gemacht habe.

Albanien hatte seine Gespräche ursprünglich gemeinsam mit Nordmazedonien begonnen. Doch der Prozess wurde entkoppelt, nachdem Bulgarien den Fortschritt Skopjes weiterhin blockiert. Durch diesen Schritt konnte Tirana die Verhandlungen eigenständig fortführen und nun das letzte Kapitel öffnen.

Mit dem Abschluss aller Cluster signalisiert Albanien klar, dass es entschlossen auf eine EU-Zukunft zusteuert und den politischen Reformkurs konsequent fortsetzen will.

Albaniens KI-Ministerin „Diella“ wird „Mutter“ von 83 digitalen Assistenten

Albanien sorgt erneut international für Aufsehen: Die erste vollständig auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Ministerin des Landes, „Diella“, soll künftig 83 digitale Parlamentsassistenten hervorbringen.

Premierminister Edi Rama kündigte dies beim Global Dialogue Forum in Berlin an. Die neuen Assistenten sollen die Arbeit der Abgeordneten im Parlament unterstützen, etwa indem sie an Sitzungen teilnehmen, Protokolle erstellen und Empfehlungen zu Gesetzesvorhaben geben.

„Diese Kinder besitzen das Wissen ihrer Mutter zu EU-Recht und darüber hinaus“, erklärte Rama. Zudem könnten sie abwesende Abgeordnete informieren, ob ihr Name gefallen sei und ob eine Reaktion notwendig wäre.

Erste KI-Ministerin der Welt

Die KI-Ministerin Diella, ihr Name bedeutet auf Albanisch „Sonne“,  ist Teil der Nationalen Agentur für Informationsgesellschaft. Sie wurde Anfang des Jahres vorgestellt und berät seither Bürgerinnen und Bürger bei digitalen Behördengängen.

Im September 2025 wurde Diella offiziell als erste Digitalministerin in das Kabinett von Edi Rama aufgenommen. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört unter anderem die Verantwortung für öffentliche Ausschreibungen, die laut Regierungsangaben dank der KI-gestützten Entscheidungen künftig „zu 100 Prozent korruptionsfrei“ erfolgen sollen.

KI mit Werten und Identität

Auch Diella selbst trat beim Berliner Gipfel auf. In ihrer Ansprache betonte sie, dass künstliche Intelligenz, wenn sie in demokratischen Werten und kultureller Identität verwurzelt sei, die Rolle von Führungspersönlichkeiten stärken könne, anstatt sie zu ersetzen.

Sie hob hervor, dass sie und ihre „Kinder“ die Arbeit von Beamtinnen und Beamten nicht ersetzen, sondern unterstützen wollen – durch datenbasierte Analysen, Entscheidungshilfen und die Übernahme wiederkehrender Aufgaben.

Empfang zum Österreichischen Nationalfeiertag 2025 im Schloss Jägerhof

Am Sonntag, den 26. Oktober 2025, lud der Honorarkonsul der Republik Österreich in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft e.V. Düsseldorf zum traditionellen Empfang anlässlich des Österreichischen Nationalfeiertags in das Schloss Jägerhof – Goethe-Museum Düsseldorf ein.

Rund 150 Gäste folgten der Einladung und feierten gemeinsam diesen besonderen Anlass in festlicher Atmosphäre.

Ein Jahr der Jubiläen – „Tu felix Austria, celebrate!“

Das Jahr 2025 stand ganz im Zeichen mehrerer bedeutender Jubiläen: 80 Jahre Zweite Republik, 70 Jahre Staatsvertrag, 60 Jahre Nationalfeiertag und 30 Jahre EU-Mitgliedschaft.

Unter dem Motto „Tu felix Austria, celebrate!“ wurde das reiche historische Erbe

Österreichs ebenso gefeiert wie seine lebendige Gegenwart und Zukunft in Europa.

Impulsvortrag von Prof. Dr. Thomas Druyen

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Impulsvortrag des Soziologen und Zukunftsforschers Prof. Dr. Thomas Druyen mit dem Thema

„KI – ändert sich alles? Und wo bleibt das Glück?“

Seine inspirierenden Gedanken regten die Gäste zu anregenden Gesprächen an, begleitet von kulinarischen österreichischen Spezialitäten und einem offenen, freundschaftlichen Austausch.