Exklusive Vorlesung des deutschen Künstlers Stephan Kaluza an der Universität der Künste in Tirana

Am 06. Oktober 2025 fand an der Universität der Künste, im Rahmen der Deutschen Kulturwoche und unter der Schirmherrschaft des Rektors, Prof. Dr. Erald Bakalli, im Lektorium der Fakultät der Bildenden Künste eine exklusive Vorlesung des deutschen Künstlers Stephan Kaluza statt. Der Vortrag trug den Titel „Mechanismus: Sehnsucht“.

Im Anschluss an den Vortrag führte der Düsseldorfer Künstler, der auf über 30 Jahre Erfahrung im Kunstmarkt zurückblickt und dessen Werke in namhaften Sammlungen und Museen vertreten sind, auch ein Interview. Dabei ging er auf zentrale Fragen ein wie:

  • Welcher theoretische und philosophische Hintergrund prägt die zeitgenössische Kunst?

  • Wie greifen Inhalt und Ökonomie im Prozess der Bedeutungs- und Wertschöpfung ineinander?

Ein Schwerpunkt lag auf einem entscheidenden Moment in der Karriere eines Künstlers: dem Verkauf des Werkes und den Herausforderungen, die sich Künstlern im globalen Kunstmarkt stellen.

Dabei wurde die Aufmerksamkeit nicht nur auf die fertigen Produkte des Kunstmarktes gelenkt, sondern auch auf die kreativen Mechanismen eines internationalen Marktes, der sich von Basel über London bis nach New York erstreckt.

Die Veranstaltung wurde durch die Zusammenarbeit zwischen der Universität der Künste und der Deutschen Botschaft ermöglicht. Unter den Gästen befanden sich der Referent für Presse und Kultur, Herr Jan Maibom, der Honorar­konsul Albaniens in Deutschland, Prof. Dr. Thomas Druyen.

Die Sprache der Veranstaltung war Deutsch, mit Übersetzung ins Albanische durch Alba Tahiri.

Albaniens Premier Edi Rama setzt erstmals eine KI-„Ministerin“ ein – und sorgt damit weltweit für Schlagzeilen

Edi Rama hat mit einem ungewöhnlichen Schritt internationale Aufmerksamkeit erregt: Zum ersten Mal wurde in Albanien eine Ministerin auf Basis Künstlicher Intelligenz ernannt. Ziel dieser Entscheidung ist es, Korruption zu bekämpfen und den Weg Albaniens in die Europäische Union zu ebnen. Rama begründet den Einsatz so: „Diella schläft nicht, nimmt kein Gehalt, hat keine privaten Interessen und keine Cousins.“
Über diesen bemerkenswerten Vorgang berichtete auch die renommierte Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem Artikel von Andreas Mihm. Wer mehr erfahren möchte, findet weitere Details im vollständigen Beitrag der Zeitung:

Quelle: https://zeitung.faz.net/data/461/reader/reader.html?#!preferred/0/package/461/pub/576/page/19/content/68914

 

Albanische Schriftsteller Stefan Çapaliku präsentiert Albaniens inoffizielle Kultur – Honorarkonsul Prof. Dr. Thomas Druyen zu Gast beim 16. „Westbalkan-Salon“

Der Honorarkonsul der Republik Albanien wurde am 19. September 2025 zu einer besonderen kulturellen Veranstaltung in Berlin eingeladen: dem 16. „Westbalkan-Salon“, organisiert vom International Club (ICAA) in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt.

Unter dem Titel „Nothing new on the other side of the fence – A sketch of Albanian unofficial culture“ hielt der bekannte albanische Schriftsteller Stefan Çapaliku einen vielbeachteten Vortrag über die inoffizielle Kultur Albaniens. Er spannte dabei einen weiten historischen Bogen: von den frühen Missverständnissen der europäischen Geografie über die Geburt des modernen albanischen Staates bis hin zu den geistigen und künstlerischen Strömungen während der kommunistischen Diktatur.

Auf dem Foto: Botschafterin Albaniens in Deutschland, Frau Adia Sakiqi, Schriftsteller Stefan Çapaliku (links), Honorarkonsul Albaniens in NRW, Prof. Dr. Thomas Druyen (rechts)

Mit zahlreichen Anekdoten zeigte Çapaliku, wie Literatur und Kunst in Albanien auch in Zeiten strenger Zensur Wege fanden, sich jenseits offizieller Vorgaben zu entfalten. Er sprach über das sogenannte „Schubladen-Schrifttum“, das heimlich verfasst und erst nach dem Fall des Kommunismus entdeckt wurde, sowie über die Werke von Exilautoren wie Ernest Koliqi und Martin Camaj, die in Freiheit schrieben und dennoch eng mit ihrer Heimat verbunden blieben.

Sein Vortrag machte deutlich, dass die inoffizielle Kultur Albaniens nicht nur ein Spiegel des Widerstands war, sondern auch eine Quelle von Hoffnung und kreativer Erneuerung.

Der Salon, der 2024 ins Leben gerufen wurde, bietet Diplomaten, Kulturschaffenden und Interessierten aus Politik und Wirtschaft eine Plattform für Austausch und Netzwerkbildung im westlichen Balkanraum.

Für den Honorarkonsul Prof. Dr. Thomas Druyen bot die Teilnahme eine wertvolle Gelegenheit, Kontakte zu vertiefen und den kulturellen Dialog zwischen Deutschland und Albanien weiter zu stärken.

Mit „Diella“ in die Zukunft? Albanien testet gewagtes Experiment mit KI-Ministerin

Prof. Dr. Thomas Druyen, renommierter Soziologe und Honorarkonsul der Republik Albanien in NRW, teilt in seinem Artikel seine Einschätzung zum weltweit ersten Einsatz einer Künstlichen Intelligenz als Ministerin in Albanien.

Am 11. September 2025 wurde „Diella“ – albanisch für „Sonne“ – zur ersten KI-Ministerin ernannt. Druyen betont, dass diese innovative Lösung in einer Behörde, die traditionell von Vetternwirtschaft und Korruption geprägt war, das Potenzial hat, für hundertprozentige Transparenz und objektive Entscheidungen zu sorgen.

Er sieht in „Diella“ nicht nur ein technisches Werkzeug, sondern eine Symbiose aus moderner Digitalisierung und kultureller Identität, da der Avatar in traditioneller albanischer Tracht gestaltet und mit der Stimme der Schauspielerin Anila Bisha versehen ist.

Druyen weist aber auch auf die berechtigten Bedenken hin: Was geschieht bei Ausfällen? Wie verhindert man Diskriminierung durch Algorithmen? Und wer trägt Verantwortung bei Fehlern? Trotz dieser Risiken macht er deutlich, dass „Diella“ als Katalysator für eine grundlegende Verwaltungsreform wirkt und Albanien als Vorreiter einer neuen digitalen Demokratie positionieren kann.

Nach Druyens Ansicht zeigt das Land damit Mut zur Innovation und eröffnet eine neue Perspektive für mehr Bürgernähe, Transparenz und die Bekämpfung von Korruption. Die Zukunft wird zeigen, ob dieses Experiment erfolgreich ist – doch Prof. Dr. Thomas Druyen ist überzeugt, dass „Diella“ ein Zeichen der Zeit ist und die Politik der Zukunft mitgestalten wird.

Quelle: Druyen, T. (2025, September 15). Vertrauen in Politik weg: Ein Balkan-Staat testet gewagtes Experiment als Lösung. FOCUS Onlinehttps://www.focus.de/politik/ausland/vertrauen-in-politik-weg-ein-balkan-staat-testet-gewagtes-experiment-als-loesung_5cf529e6-e883-4ce5-bbd2-9243a318dd13.html

Edi Rama offiziell für vierte Amtszeit als Premierminister Albaniens bestätigt

Edi Rama wurde am 18. September 2025 vom albanischen Parlament offiziell zum Premierminister für seine vierte Amtszeit in Folge bestätigt. Seine sozialistische Partei errang bei den Parlamentswahlen im Mai 2025 die absolute Mehrheit mit über 52% der Stimmen. Im Parlament erhielt Rama 82 von 140 Stimmen, was sein Mandat rechtlich sichert.

Rama ist seit 2013 im Amt und hat die Regierungsführung in Albanien in den letzten zwölf Jahren maßgeblich geprägt. Sein Wahlversprechen, Albanien bis 2030 in die Europäische Union zu führen, bleibt ein zentrales Ziel seiner Politik. Trotz Herausforderungen und Kritik an seinem Regierungsstil wird seine dominierende Stellung durch die Wahlergebnisse untermauert.

Neues Gesetz zur integrierten Abfallwirtschaft in Albanien fördert Umweltschutz und Gesundheit

Albanien hat kürzlich ein bedeutendes neues Gesetz zur integrierten Abfallwirtschaft verabschiedet, das den Schutz der Umwelt und die öffentliche Gesundheit verbessern soll. Ziel des Gesetzes ist es, die Müllentsorgung effizienter und nachhaltiger zu gestalten und insbesondere die Verschmutzung sowie die häufigen Brände auf illegalen Mülldeponien zu bekämpfen.

Das Gesetz sieht die Schaffung eines nationalen Betreibers vor, der die Abfallentsorgung landesweit koordinieren wird. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Abfalltrennung, Kompostierung und Recycling gefördert, um die Belastung von Boden, Wasser und Luft zu reduzieren.

Deutschland und internationale Partner unterstützen Albanien bei der Umsetzung dieser Reformen im Rahmen von Projekten, die auch Bürgerbeteiligung und Umweltbildung fördern. Erste Erfolge zeigen sich bereits in mehreren Gemeinden, wo die Mülltrennung zunimmt und moderne Anlagen für Kompostierung und Recycling entstehen.

Mit diesem Schritt rückt Albanien näher an die EU-Standards heran und setzt ein wichtiges Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung und eine bessere Lebensqualität seiner Bürger.

Fortschritte Albaniens beim EU-Beitritt: Ein positives Signal aus Brüssel

Am 16. September 2025 begrüßte Thomas Byrne, der irische Staatsminister für Europäische Angelegenheiten und Verteidigung, die erfreulichen Fortschritte Albaniens im Beitrittsprozess zur Europäischen Union. Anlass war die offizielle Eröffnung des sogenannten Klusters 4 während der sechsten zwischenstaatlichen Konferenz zwischen Albanien und der EU. Dieses Kluster umfasst die Bereiche Verkehrspolitik, Energie, transeuropäische Netze sowie Umwelt und Klimawandel: zentrale Themen für eine nachhaltige und moderne Entwicklung.

Minister Byrne lobte die bemerkenswerte Entschlossenheit der albanischen Regierung, die er bei seinem Besuch im Juli persönlich erlebt hatte. Er betonte, dass Irland den Prozess der EU-Erweiterung aktiv unterstütze und sich darauf freue, Albanien im Zuge der bevorstehenden irischen EU-Präsidentschaft im kommenden Jahr weiterhin Rückenwind zu geben.

Das Öffnen dieses wichtigen Klusters markiert einen wesentlichen Meilenstein auf dem ambitionierten Weg Albaniens zur vollständigen Integration in die EU. Es verdeutlicht den Willen des Landes, gesetzliche und politische Reformen umzusetzen, die an die hohen Standards der Union angepasst sind.

Trotz des bisherigen Fortschritts bleiben Herausforderungen bestehen, insbesondere im Bereich der Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung. Allerdings zeigt die jüngste Entwicklung, dass Albanien auf einem guten Pfad ist und die Unterstützung der EU und einzelner Mitgliedsstaaten genießt.

Mit diesen Schritten wächst die Hoffnung, dass Albanien bis 2030 ein vollwertiges Mitglied der Europäischen Union werden kann, was nicht nur für das Land selbst, sondern für die gesamte Region des Westbalkans von großer Bedeutung wäre.

Quelle: https://www.gov.ie/en/department-of-foreign-affairs/press-releases/continued-progress-by-albania-towards-eu-accession-welcomed-by-minister-byrne/

Ballett bewegt: „Schritte der Hoffnung” in Essen

In der Essener Synagoge fand zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz eine bewegende Gedenkveranstaltung statt. Unter den etwa 200 Gästen waren prominente Vertreter wie Bürgermeister Thomas Kufen, Wissenschaftsministerin Ina Brandes und die Leiterin der Synagoge, Dr. Diana Matut. Besonders berührend war die Ballettaufführung von Alexia Hila, einer albanischen Tänzerin, die gemeinsam mit Mila das Stück „Entblößte Seelen” präsentierte.

Die jungen Talente begeisterten das Publikum mit einem ausdrucksstarken Tanz,der die Verletzlichkeit und Hoffnung der Menschen in dunklen Zeiten verkörperte. Alexia’ Präsenz auf der Bühne wurde zum Symbol für den kulturellen Austausch zwischen Albanien und Deutschland: ein Zeichen der Verbundenheit und Freundschaft, die über Grenzen und Generationen hinausgeht.

Die Veranstaltung würdigte nicht nur das mutige Handeln der Albanerinnen und Albaner, die während des Zweiten Weltkriegs jüdische Flüchtlinge schützten, sondern betonte auch die Bedeutung von Kunst als Brücke zwischen verschiedenen Kulturen.Die Teilnahme von Studierenden und Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen, organisiert vom albanischen Konsulat und dem IDEAL Student Club, machte diesen Tag zu einem besonderen Moment der Verständigung und des Respekts.

 

Am letzten wilden Fluss Europas: Albaniens Vjosa wird Nationalpark

Zwischen schneeweißen Schotterbänken und türkisgrünen Strömungen fließt die Vjosa frei – vom Pindos-Gebirge in Griechenland bis zur Adria. Was lange umkämpft war, ist Realität: Entlang des Flusses und seiner Zuflüsse Drino, Bença und Shushica steht nun ein großflächiger Nationalpark. Statt Staudämmen setzt Albanien damit ein starkes Zeichen für Europas letzte große Wildflusslandschaft – und für eine Zukunft, in der Artenvielfalt, lebendige Auen und natürliche Dynamik Vorrang haben.  Getragen wurde di eser Schritt von lokalen Initiativen wie EcoAlbania, internationalen Naturschutzorganisationen und viel zivilgesellschaftlicher Ausdauer.

Die Vjosa ist Heimat für über tausend Arten, vom Fischotter bis zum ägyptischen Schm

utzgeier. Gleichzeitig bietet die Region Raum für sanften Tourismus: Rafting bei Përmet, Wanderwege rund um Tepelena, heiße Quellen von Benjë und Kulturjuwele wie Gjirokastra.

Quelle: https://www.vjosanationalpark.al/

Albanische Solarprojekte 2025: Neue Entwicklungen in der Solarenergie

Die Republik Albanien setzt ihren ambitionierten Kurs in Richtung nachhaltiger Energieversorgung fort: Das Ministerium für Infrastruktur und Energie (MIE) hat kürzlich zwei neue Photovoltaikprojekte mit einer Gesamtleistung von 54 MW genehmigt. Diese sollen bis zum Jahr 2025 in Betrieb genommen werden und stellen einen bedeutenden Meilenstein in Albaniens Strategie dar, bis 2030 eine Stromerzeugung zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu erreichen.

Zwei neue Solarkraftwerke mit 54 MW Gesamtleistung

Das erste Projekt wird von der lokalen Firma Aurora PV1 Sh.p.k. realisiert und sieht den Bau einer 39-MW-Solaranlage in Frakull i Madh, Kreis Fier, vor. Das zweite Vorhaben übernimmt ARLIS SHPK mit dem Bau eines 15-MW-Kraftwerks im Dorf Gajde, Kreis Berat. Beide Projekte spiegeln das wachsende Engagement lokaler Unternehmen im Bereich grüner Energie wider.

Regierung setzt auf Solarenergie als Schlüsseltechnologie

Die albanische Regierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 eine installierte Solarkapazität von 3 GW zu erreichen. Dieses Vorhaben ist Teil einer umfassenderen Energiepolitik, die auf Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, Klimaschutz und Versorgungssicherheit abzielt.

Um dieses Ziel zu erreichen, plant das MIE auch weiterhin große Investitionsprojekte: Im Mai wurde ein Bewerbungsverfahren für den Bau eines 100-MW-Solarparks in der Region Lushnja (Kreis Fier) eröffnet. Darüber hinaus konnte Albanien im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit Unterstützung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) einen Kredit in Höhe von 100 Mio. Euro für ein weiteres 200-MW-Solarprojekt in Karavasta sichern. Dieses Projekt soll ebenfalls bis Ende 2024 ans Netz gehen.

Albanien als Vorreiter der Energiewende in der Region

Mit einer klaren Vision und konkreten Investitionsmaßnahmen positioniert sich Albanien als Vorreiter der Energiewende auf dem Balkan. Die kontinuierliche Genehmigung neuer Solaranlagen, die Förderung privater und öffentlicher Investitionen sowie internationale Kooperationen zeigen deutlich: Das Land nimmt seine Verpflichtungen zur Energiewende ernst und verfolgt einen zukunftsorientierten Kurs. Die zwei neuen Projekte für 2025 sind ein weiteres starkes Signal für den nachhaltigen Wandel im Energiesektor Albaniens und ein Vorbild für andere Länder der Region.