Albanien als „Perle des Mittelmeertourismus“: Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat einen ausführlichen Bericht über Albaniens wirtschaftliche Entwicklung und die Tourismusstrategie von Ministerpräsident Edi Rama veröffentlicht. Anlass war Ramas Auftritt beim Jahrestreffen des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft in Berlin, vor mehr als 200 deutschen Unternehmensvertretern.

Im Mittelpunkt steht Ramas Ziel, Albanien mithilfe von hochwertigem Tourismus wirtschaftlich voranzubringen, nach dem Leitgedanken: höhere Einnahmen bei zugleich geringerer Besucherzahl. Gemeinsam mit Partnern wolle man das Land zur „Perle des Mittelmeertourismus“ entwickeln. Der Bericht unterstreicht die beeindruckende Dynamik der Branche: Die Zahl der Touristen hat sich seit 2021 auf rund zwölf Millionen mehr als verdoppelt, und der Sektor erwirtschaftet inzwischen mehr als ein Fünftel des albanischen Bruttoinlandsprodukts.

Ein zweiter Schwerpunkt ist der EU-Beitritt Albaniens. Rama zeigt sich selbstbewusst: Das Land habe „kein Problem damit, die Beitrittskriterien zu erfüllen“. Er strebt an, bis Ende 2027 alle 33 Verhandlungskapitel abzuschließen und eine Vollmitgliedschaft bis zum Ende des Jahrzehnts zu erreichen. Das Verfahren habe seit 2022 deutlich an Tempo gewonnen. In seiner Rede knüpft Rama bewusst an die deutsche Geschichte an und verweist auf Adenauer und Kohl, die europäische und deutsche Einheit als geopolitische Notwendigkeit verstanden hätten, dasselbe gelte heute für den Westbalkan und die EU.

Der Artikel ordnet daneben auch aktuelle Debatten rund um geplante Tourismus- und Investitionsprojekte ein, die in Albanien zu Protesten geführt haben. Rama weist die Vorwürfe entschieden zurück und hält an seiner Vision fest: „Albanien hat keine Angst vor großen Träumen.“

Den vollständigen Artikel von Andreas Mihm finden Sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 19. Juni 2026 sowie auf FAZ.NET.

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