„Joy and Fear of Europe“, ein deutsch-albanisches Kunstprojekt zwischen Politik und Kultur

Der in Düsseldorf und weit darüber hinaus renommierte Maler und Künstler Stephan Kaluza setzt die vom Honorarkonsul Prof. Dr. Thomas Druyen initiierte Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Tirana (UART) fort. Gemeinsam mit den Studierenden der Malerei arbeitet er an einem neuen Projekt mit dem Titel „Joy and Fear of Europe“.

Eine Woche lang war Stephan Kaluza persönlich vor Ort in Tirana, um mit den Studierenden intensive Gespräche zu führen und ihre Entwürfe zu besprechen. In individuellen Konsultationen wurden Skizzen entwickelt, aus denen bis zum kommenden Semester fertige Gemälde entstehen sollen. Dabei standen die jungen Künstlerinnen und Künstler nicht nur mit Kaluza selbst, sondern auch mit den Professorinnen und Professoren der UART im engen Austausch, die den Prozess beratend und unterstützend begleiten.

Mit diesem Projekt verfolgt Stephan Kaluza ein übergeordnetes Ziel: eine stärkere Verbindung zwischen Politik und Kultur, ein Zusammenwirken von Macht und Geist. Ganz im Sinne eines Gedankens, den Olaf Scholz bereits vor der Bundestagswahl 2011 in der ZEIT formulierte, sieht Kaluza Künstlerinnen und Künstler als aktive Mitgestalter des politischen Raums. Kunst soll nicht nur spiegeln, sondern mit Leidenschaft formen.

Die Studierenden ermutigt er daher, kritisch und tiefgründig zu denken und Botschaften zu entwickeln, die über persönliche Emotionen hinausgehen. Ihre Werke sollen Fragen Europas, seiner Hoffnungen und Ängste, seiner Identität und Zukunft sichtbar machen.

In diesem Zusammenhang verweist Kaluza auch auf Friedrich Nietzsche, der schrieb:

„Welche Mittel haben wir, die Dinge schön, anziehend und begehrenswert zu machen, wenn sie es nicht sind? — Und ich meine, sie sind es niemals an sich. Die Wahrheit ist hässlich: Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen.“

Das Projekt „Joy and Fear of Europe“ versteht sich somit als künstlerischer Beitrag zur europäischen Selbstreflexion, getragen von jungen Stimmen, unterstützt durch internationale Zusammenarbeit und ermöglicht durch die Initiative des Honorarkonsuls Druyen.

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