🇦🇱 Von der Leyen lobt Albaniens Fortschritte: Ein Schlüsselland im EU-Erweiterungsprozess
Beim EU–Westbalkan-Gipfel in Brüssel hat die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, Albanien ausdrücklich für seine bemerkenswerten Fortschritte auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft gelobt. Ihrer Einschätzung nach ist Albanien eines der Länder, die den Erweiterungsprozess derzeit am überzeugendsten vorantreiben.
Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt sei die EU-Erweiterung wieder eine realistische Perspektive, betonte von der Leyen. In diesem Zusammenhang hob sie besonders Albanien und Montenegro hervor und bezeichnete deren Reformfortschritte als „beeindruckend“. Diese Entwicklung sende ein starkes Signal an die internationale Gemeinschaft und zeige, dass das europäische Angebot, Solidarität, Stabilität und Chancen, weiterhin attraktiv sei.
Die Kommissionspräsidentin machte deutlich, dass die Integration Albaniens nicht nur eine politische Entscheidung, sondern eine strategische Investition in die Sicherheit und Freiheit Europas darstelle. Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und zunehmender geopolitischer Spannungen müsse der Erweiterungsprozess mit der Geschwindigkeit der globalen Veränderungen Schritt halten.
Ein zentrales Instrument hierfür ist der EU-Wachstumsplan für den Westbalkan, von dem auch Albanien profitiert. Dieser verbindet gezielt Reformen mit finanziellen Mitteln, um nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen und den wirtschaftlichen Abstand zur EU zu verringern. Ziel ist es, den Ländern der Region bereits vor der Vollmitgliedschaft konkrete Vorteile der europäischen Integration zu verschaffen.
Von der Leyen verwies zudem auf erste positive Effekte: Die wirtschaftliche Entwicklung im Westbalkan zeige steigende Wachstumsraten, was das Vertrauen in die europäische Zukunft der Region widerspiegele. Albanien spiele dabei eine wichtige Rolle als stabilisierender Faktor und Reformmotor im westlichen Balkan.
Abschließend bezeichnete sie den aktuellen Moment als eine historische Chance für die EU-Erweiterung. Der politische Wille und die Reformdynamik in Ländern wie Albanien seien stärker denn je, nun gelte es, diesen Schwung gemeinsam zu nutzen.

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